Kernbohrungen in Beton sind grundsätzlich sicher — wenn Sie die Regeln kennen. In diesem Artikel geben wir Ihnen 10 Tipps für sicheres Arbeiten mit Kernbohrgeräten, einschließlich Wassermanagement und Schutzausrüstung.
Tipp 1: PRCD-Sicherheitsschalter ist Pflicht
Bei Nassbohrungen arbeiten Sie mit Wasser und Strom auf engstem Raum. Ein PRCD-Schalter (Portable Residual Current Device) ist Ihre Lebensversicherung: Er unterbricht den Strom sofort bei einem Fehlerstrom. Alle STAKO-Kernbohrgeräte haben einen PRCD serienmäßig verbaut.
Tipp 2: Schutzausrüstung tragen
Bei jeder Kernbohrung sollten Sie tragen: Schutzbrille (gegen Spritzwasser und Betonsplitter), Gehörschutz (bei langer Arbeit), Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe, Handschuhe (rutschfest, wasserabweisend) und bei Trockenbohrungen eine Staubmaske (mindestens FFP2).
Tipp 3: Armierung orten vor dem Bohren
Bevor Sie die Bohrkrone ansetzen: Orten Sie die Armierung mit einem Bewehrungssuchgerät (Armierungsscanner). Die Diamantbohrkrone schneidet zwar durch Armierungsstahl, aber unerwartete Eisen können die Bohrung erschweren und den Verschleiß erhöhen. Durch gezielte Positionierung der Bohrung können Sie Armierungstreffer oft vermeiden.
Tipp 4: Leitungssuche nicht vergessen
Neben der Armierung müssen Sie vor jeder Bohrung auch nach eingebetteten Leitungen suchen: Stromkabel, Wasserleitungen, Heizungsrohre und Gasleitungen. Ein kombinierbares Ortungsgerät, das sowohl Metall als auch Spannungsfelder erkennt, ist hier unverzichtbar.
Tipp 5: Wasserversorgung richtig planen
Für Nassbohrungen benötigen Sie eine zuverlässige Wasserversorgung. Die beste Lösung: Ein Wasserdruckbehälter mit integrierter Handpumpe. Der STAKO 16L-Behälter erzeugt bis zu 3 bar Druck und reicht für mehrere Bohrungen. Alternative: Wasseranschluss über Gartenschlauch (nur bei vorhandenem Wasseranschluss).
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Tipp 6: Bohrschlamm auffangen
Bei Nassbohrungen entsteht Bohrschlamm (Wasser + Betonstaub). Fangen Sie diesen auf: Mit einem Wassersammelring um die Bohrstelle, Folien unter der Bohrstelle und einem Nasssauger zum Absaugen. Bohrschlamm darf nicht in die Kanalisation — er muss als Bauschutt entsorgt werden.
Tipp 7: Ständer sicher befestigen
Der Bohrständer muss fest stehen. Befestigungsmöglichkeiten: Vakuumplatte (nur auf glatten Oberflächen), Dübelbefestigung (Ankerbolzen in den Beton) oder Spreizteller (für Deckenbohrungen). Auf keinen Fall frei stehend bohren — die Drehkräfte können den Ständer verreißen.
Tipp 8: Richtige Drehzahl wählen
Zu schnell bohren verkürzt die Lebensdauer der Bohrkrone, zu langsam ist ineffizient. Als Faustregel gilt: Große Durchmesser = niedrige Drehzahl. Kleine Durchmesser = höhere Drehzahl. STAKO Kernbohrgeräte mit Mehrgang-Getriebe bieten hier die nötige Flexibilität.
Tipp 9: Bohrkern kontrolliert entnehmen
Nach der Bohrung steckt der Bohrkern in der Bohrkrone. Klopfen Sie ihn vorsichtig heraus — bei horizontalen Bohrungen kann er auch nach innen fallen. Bei Deckenbohrungen: Sichern Sie den Arbeitsbereich, der Bohrkern kann herabfallen.
Tipp 10: Gerät warten und reinigen
Nach jedem Einsatz: Bohrkrone mit Wasser reinigen, Motor trocknen lassen, Führungsschiene des Ständers fetten, Wasseranschlüsse auf Dichtheit prüfen. Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer deutlich.
Fazit
Kernbohrungen sind mit der richtigen Ausrüstung und Vorbereitung sicher durchführbar. Investieren Sie in gute Schutzausrüstung und nehmen Sie sich die Zeit für Leitungsortung und Wasserplanung. Sicherheit geht immer vor Geschwindigkeit.